
Foto © InA gGmbH
20 Jahre InA gGmbH: Vom Projekt zur starken kommunalen Tochtergesellschaft
Jubiläumsreihe blickt auf zwei Jahrzehnte erfolgreicher Arbeitsmarktintegration im Odenwaldkreis zurück
Erbach, 30.07.2026 – Die InA gGmbH feiert im Jahr 2026 ihr 20-jähriges Bestehen. Was 2006 als mutige Initiative zur Schaffung neuer Beschäftigungsperspektiven für Menschen im Leistungsbezug begann, hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer fest etablierten und erfolgreichen Tochtergesellschaft des Odenwaldkreises entwickelt. Anlässlich des Jubiläums blickt die InA gGmbH in einer Veröffentlichungsreihe auf ihre Geschichte, ihre Entwicklung und ihre Erfolge zurück.
Der Grundstein für die heutige InA gGmbH wurde Ende 2006 gelegt. Am 28. November trat der Aufsichtsrat der neu gegründeten Gesellschaft erstmals unter dem Vorsitz des damaligen Landrats Horst Schnur zusammen. Michael Vetter, der gemeinsam mit Erich Lust die Initiative zur Gründung ergriffen hatte, wurde zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt und begleitet die Gesellschaft bis heute in dieser Funktion.
„Die InA gGmbH wurde innerhalb von sechs Wochen gegründet und aktiv zum Laufen gebracht“, erinnert sich Michael Vetter. Bereits am 8. Dezember 2006 erfolgte die Eintragung ins Handelsregister. Zunächst als Tochtergesellschaft der BAW Odenwaldkreis GmbH gegründet, ging die InA gGmbH 2011 vollständig in die Trägerschaft des Odenwaldkreises über.
Von Beginn an verfolgte die Gesellschaft einen innovativen Ansatz: Menschen, die vom Kommunalen Job-Center betreut wurden, sollten unter den Bedingungen des ersten Arbeitsmarktes Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten. Dank einer Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung konnten bereits in den ersten beiden Jahren durchschnittlich bis zu 25 Leistungsbeziehende bei der InA gGmbH angestellt und an regionale Unternehmen vermittelt werden.
Von diesem Modell profitierten sowohl Betriebe als auch Arbeitnehmende. Die InA gGmbH verfügt bis heute über eine uneingeschränkte Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung und ermöglicht weiterhin den nahtlosen Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.
Die Jahre 2010 und 2011 stellten die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Veränderungen im Leiharbeitsmarkt führten zum Wegfall wichtiger Kunden, gleichzeitig kündigten sich umfassende Reformen der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf Bundesebene an. Die ursprünglichen Gründungsideen ließen sich unter den neuen Rahmenbedingungen nicht mehr uneingeschränkt fortführen.
In einer richtungsweisenden Sitzung am 5. August 2011 fasste der Aufsichtsrat deshalb den einstimmigen Beschluss, die Gesellschaft vollständig in die Trägerschaft des Odenwaldkreises zu überführen. Mit diesem Schritt wurde nicht nur der Fortbestand der InA gGmbH gesichert, sondern auch die Grundlage für ihre heutige Ausrichtung geschaffen. Mit der Genehmigung der neuen Satzung durch das Regierungspräsidium Darmstadt am 12. Dezember 2011 begann ein neues Kapitel. Zum 1. Januar 2012 übernahm Frau Schnellbacher die Geschäftsführung. Unter ihrer Leitung wurden Strukturen neu geordnet, Synergien genutzt und die Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Job-Center intensiviert. So wurden unter anderem der Arbeitgeber- und Personalservice gebündelt sowie das Bundesprogramm „Perspektive 50+“ bei der InA gGmbH angesiedelt.
Die enge Partnerschaft mit dem Kommunalen Job-Center hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und zahlreiche erfolgreiche Projekte hervorgebracht. Heute steht die InA gGmbH für innovative Arbeitsmarktpolitik, regionale Vernetzung und nachhaltige Beschäftigungsförderung im Odenwaldkreis.
Wie sich die Gesellschaft seit 2012 weiterentwickelt hat, welche Projekte entstanden sind und welche Rolle die InA gGmbH heute im Odenwaldkreis einnimmt, beleuchtet der nächste Teil der Jubiläumsreihe.



