Frau Shafiieva, Sprachvermittlerin der InA gGmbH (mittig) mit Teilnehmenden der Maßnahme MInA

Integration durch Sprachförderung

„MInA – Migranten-Integration in Arbeit“ unterstützt Menschen mit Migrationshintergrund beim Einstieg in den Arbeitsmarkt

Erbach, 27.03.2026 – Gute Deutschkenntnisse sind oft der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Genau hier setzt die Maßnahme „MInA – Migranten-Integration in Arbeit“ der InA gGmbH an, die im Auftrag des Kommunalen Job-Centers (KJC) Odenwaldkreis durchgeführt wird. Ergänzend wird die Maßnahme im Rahmen von BQS+ (Berufsqualifizierende Sprachförderung Plus) umgesetzt. Sie hat das Ziel, Geflüchtete durch die Verbindung von Sprachförderung, Vermittlung sozialer und beruflicher Kompetenzen sowie arbeitsmarktnaher Qualifizierung nachhaltig in Beschäftigung zu integrieren und ihnen eine mittel- bis langfristige Perspektive zu eröffnen.

Seit ihrer Einführung im Jahr 2016 im Zuge der verstärkten Flüchtlingszuwanderung unterstützt das Projekt Menschen mit Migrationshintergrund dabei, ihre Chancen auf eine berufliche Perspektive in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Ursprünglich für syrische Geflüchtete konzipiert, steht die Maßnahme heute Teilnehmenden aus verschiedenen Herkunftsländern offen, die Leistungen nach dem SGB II, SGB XII und AsylbLG beziehen. Die aktuell laufende Maßnahme läuft Ende April aus und wird anschließend fortgeführt.

Im Mittelpunkt steht eine praxisnahe, berufsbezogene Sprachförderung. Die Teilnehmenden erwerben zunächst alltagsnahe Deutschkenntnisse, um sich sicher im täglichen Leben orientieren zu können. Darauf aufbauend werden sie mit grundlegenden Strukturen der Gesellschaft und des Arbeitsmarktes vertraut gemacht und gezielt auf den beruflichen Einstieg vorbereitet. Bewerbungstrainings und arbeitsmarktorientierte Inhalte unterstützen sie dabei, ihre individuellen Perspektiven zu entwickeln.

Die Sprachvermittlung erfolgt dabei nach modernen didaktischen Ansätzen. Durch den Einsatz von Szenendidaktik werden realitätsnahe Alltagssituationen – etwa Bewerbungsgespräche, Arztbesuche oder Gespräche am Arbeitsplatz – gezielt eingeübt. Gleichzeitig ermöglicht ein binnendifferenzierter Unterricht, auf die unterschiedlichen Sprachstände der Teilnehmenden individuell einzugehen. Konkrete Beispiele und praxisorientierte Übungen fördern das aktive Sprachhandeln und Erleichtern den Transfer in den Alltag und das Berufsleben.

Ein zentrales Anliegen ist es, sprachliche Hemmschwellen abzubauen und die Teilnehmenden zu mehr Selbstvertrauen im Umgang mit der deutschen Sprache zu ermutigen. „Wir möchten die Teilnehmenden darin bestärken, Deutsch aktiv zu sprechen und Unsicherheiten zu überwinden – ganz nach dem Motto: raus aus der Komfortzone der Muttersprache und hinein ins Ausprobieren und Anwenden der deutschen Sprache“, erklärt Hiunel Shafiieva, Sprachvermittlerin der InA gGmbH.

Die Maßnahme findet montags bis freitags in zwei Gruppen statt, die vormittags und nachmittags unterrichtet werden. Begleitet werden die Teilnehmenden von zwei Sprachvermittler*innen sowie einem hauptverantwortlichen Maßnahmencoach.

Die Maßnahme „MInA (Migranten – Integration in Arbeit) wird von der Europäischen Union und aus Mitteln des Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets (AQB) des Landes Hessen gefördert.“

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